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Übersäuerung

Ihr Tier oder du seid ständig krank ohne Grund, immer wieder etwas anderes und nie eine wirkliche Diagnose? Vielleicht hilft dir das Thema "Übersäuerung" weiter.

 

Dieses Thema ist sehr umfangreich, deshalb kann ich hier nur einen kurzen Einblick geben.

 

Säuren entstehen täglich in unserem Körper und sind auch wichtig, z.B. im Magen für die Verdauung. Diese Säure muss aber im Darm wieder neutralisiert werden mit basischen Flüssigkeiten aus Leber und Pankreas.

 

Der Magen produziert aus Kochsalz Säuren für den Magensaft und Basen (Natriumbikarbonat) für die neutralisation das Verhältnis beträgt ca. 1:2. Die Basen werden über das Blut im Körper verteilt und gelangen so auch zu Leber und Pankreas. Durch unseren Lebensstil und unsere Essgewohnheiten werden aber viel mehr Säuren gebildet als Basen. Es gibt basenbildende Lebensmittel und säurebildende Lebensmittel. Werden nun zu viele säurebildenden Lebensmittel konsumiert, entsteht eine Übersäuerung.

 

Diese Säuren muss der Körper irgendwie loswerden (saures Aufstossen, Erbrechen) oder er lagert die Säuren ein. Er nutzt dazu das Bindegewebe, Muskulatur, Gelenke. Diese Säuren werden sobald wieder genügend Basen zur Verfügung stehen ausgeschwemmt.

 

Was aber wenn immer zuviele Säuren im Köreper vorhanden sind?

 

Beispiel:

Werden viele säurebildenen Lebensmittel (z.B. Fleisch, Süsswaren, etc.) gegessen werden zusätzlich zum Magensaft viele Säuren gebildet. Diese müssen neutralisiert werden. Stehen dem Körper zuwenige Basen zur Verfügung gibt er dem Magen den Auftrag mehr Basen zu liefern. Diese entstehen aber nur in Verbindung mit der Säureproduktion. Die Basen gelangen ins Blut, die Säure bleibt im Magen. Nun ist der Magen wieder sehr sauer er hat jedoch gar nichts zu verdauen. Sodbrennen, Aufstossen, Heisshunger, etc. stellt sich ein. Der Kreislauf beginnt von vorn.

 

Wie äussert sich nun eine Übersäuerung bei unseren Hunden? Wie kann ich dem entgegenwirken?

Morgendliches Erbrechen oder ein säuerlicher Körpergeruch könnten hinweise sein. Natürlich sollte immer beim Tierarzt abgeklärt werden ob nichts organisches dahinter steckt.

 

Erbricht der Hund morgens kann es sein, dass der Magen in der Nacht weiter Säuren und Basen produziert, um die Säureflut im Körper zu neutralisieren. Dabei entstehen aber immer auch Säuren, diese müssen raus, was der Körper mit dem Erbrechen versucht. Was kann jetzt hier helfen? Pauschal kann man das nicht sagen, aber eine Umstellung der Ernährung könnte durchaus helfen, indem man z.B. den Anteil an Fleisch (Säurebildner) mit z.B. Kartoffel (Basenbildner) ersetzt, die Mineralienzufuhr optimiert, vielleicht noch ein naturbelassenes Öl und basenbildendes Gemüse dazu gibt. Das muss aber individuell angeschaut werden.

 

Das Thema "Säuren" betrifft sehr viele Menschen und auch Tiere. Folgende Symptome können ein Hinweis auf eine Übersäuerung sein:

- Allergien

- Antriebsschwäche

- Arthrosen

- zu hoher Blutdruck

- Diabetes

- Gallensteine

- Gastritis

- Gicht

- Infektanfälligkeit

- Kopfschmerzen

- Nierenerkrankungen

- Leberschwäche

- etc.

 

Natürlich ist nicht nur die Übersäuerung schuld an einer Krankheit, aber sie kann diese durchaus begünstigen, resp. eine basenbetonte Ernährung kann Linderung schaffen.

 

Ist das Tier ständig krank ohne ersichtlichen Grund, wird nie richtig gesund, hat mal dies mal das....sollte man eine Übersäuerung durchaus in betracht ziehen.